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HIV
Abk. für engl. "human immunodeficiency virus". Bezeichnung
für das seit 1983 bekannte Retrovirus, das eine zentrale Rolle bei
der Erkrankung von Aids spielt. Zwei weitere Varianten wurden 1986 (HIV-2)
und 1987 (HIV-3) entdeckt. HIV wurde in Blut, Sperma, Vaginalsekret, Muttermilch,
Speichel und anderen Körperflüssigkeiten sowie in lymphatischen
Gewebe infizierter Personen nachgewiesen.
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Hoden
sprachlich verwandt mit "Haut", "Hülle", gr. "orchis",
lat. "testis": das männliche Geschlechtsorgan, die Keimdrüse.
Die eiförmigen Hoden sind von mehreren Hüllen umschlossen und
liegen im Scrotum (= Hodensack). Im Hoden werden das Sperma (Samenzellen)
und das männliche Hormon Testosteron erzeugt. Die Größe
des Hodens spielt für die Qualität des Spermas und damit die
Potenz eines Mannes keine Rolle. Allerdings können Verletzungen oder
Krankheiten (z.B. Mumps im Kindesalter) zu Hodenschädigungen und Zeugungsunfähigkeit
führen.
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Hörigkeit,
sexuelle
Übertrieben starke sexuelle Abhängigkeit von einer Person. Der oder
die sexuell Hörige ordnet sich dem Partner dabei bedingungslos unter. Beispiele
für sexuelle Hörigkeit finden sich häufig bei älteren Männern,
die eine wesentlich jüngere Frau lieben. Oft sind sie ihr von Bildung, sozialem
Status und finanziellen Möglichkeiten überlegen, dennoch unterwerfen
sie sich in ihrer Leidensschaft der Partnerin total. Nicht selten lassen sie
sich dabei ausnutzen.
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Homosexualität
Bezeichnung für gleichgeschlechtliche Liebe, eine sowohl unter Frauen
als unter Männern vorkommende sexuelle Variante. Homosexuelle Männer
bezeichnen sich heute als Schwule, was früher als Schimpfwort galt.
Homosexuelle Frauen nennen sich selbst Lesben. Homosexualität wurde
in verschiedenen Kulturen und Zeitaltern unterschiedlich eingestuft:
Im antiken Griechenland etwa waren Homosexuelle gesellschaftlich anerkannt,
ebenso in vielen indianischen Kulturen Amerikas. Das Christentum dagegen
verdammte Formen und Praktiken in der Sexualität, die nicht der
Zeugung dienten. Lustempfinden galt als unerwünschter Nebeneffekt
beim Sex. Homosexuelle Neigungen galten als unnatürlich, krankhaft
und abartig. In Deutschland war männliche Homosexualität jahrzehntelang
strafrechtlich verboten. Zwar wurden Schwule seit Ende der 60er Jahre
nicht mehr verfolgt, der entsprechende § 175 des Strafgesetzbuches
aber erst 1994 abgeschafft. Nach Erkenntnissen der modernen Forschung
ist Homsexualität keine Krankheit. Die Entstehung ist jedoch unklar,
da vermutlich viele Faktoren zusammenspielen. Niemand kann über
seine sexuelle Orientierung selbst bestimmen. Zur sexuelle Reifung gehört
auch die "Entwicklungshomosexualität". In diesen Phasen
sammeln Jugendliche sexuelle Erfahrungen auch bei einem Partner gleichen
Geschlechts. Ob ihre Neigung zur Hetero-, Homo- oder Bisexualität
geht, ist in diesem Entwicklungsstadium nicht zu erkennen.
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