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Transsexualität
auch Transsexualismus. Der Transsexuelle fühlt eine Diskrepanz zwischen
biologischem und psychologischem Geschlecht. Er fühlt sich im falschen
Körper. Die modernen Medizin macht es möglich, durch chirurgische
Eingriffe das Geschlecht bis zu einem gewissen Grad zu ändern. So
läßt sich beispielsweise bei einer Frau operativ ein Penis einpflanzen
oder aufbauen (unter Verwendung ihres Kitzlers), er ist aber nicht erektionsfähig.
Dennoch verhelfen die Operationen in den meisten Fällen, den Leidensdruck
Transsexueller zu vermindern. In Deutschland regelt seit 1981 ein Transsexuellengesetz
alle Maßnahmen für die korrigierenden chirurgischen Eingriffe
und die Personenstandsänderungen. Lange Zeit machte die Wissenschaft
keinen klaren Unterschied zwischen Transsexualität und Transvestitismus.
Erst in den 50er Jahren trennte die Sexualpsychologie beide Formen, die
sich deutlich voneinander abgrenzen lassen.
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Triole
auch Triolensex, Triolismus oder deutsch "flotter Dreier" genannt.
Sex zu dritt, wobei es egal ist, ob zwei Frauen und ein Mann oder eine
Frau mit zwei Männern Sex machen. Häufig ist die dritte Person
nur in der Rolle des Beobachters (Voyeurs), oder sie schaut zunächst
den sexuellen Handlungen des Paars zu, läßt sich stimulieren
und macht später mit. Sexualpsychologen sehen in diesem besonderen
voyeuristischen Reiz (sehen und gesehen werden) mit der Möglichkeit
des aktiven Mitmachens einen Grund, warum Männer und Frauen Dreiersex
praktizieren. Ein anderer Grund kann in homosexuellen Neigungen der Beteiligten
liegen, da es beim "flotten Dreier" oftmals auch zu homosexuellen
Sextechniken kommt. In vielen Kulturen und Zeiten hat die Triole eine wichtige
Rolle gespielte. Im Kamasutra etwa werden eine Vielzahl von Techniken für
Sex zu dritt beschrieben. Genaue Untersuchen aus heutiger Zeit über
Häufigkeit und Art von Triolensex gibt es nicht. Als längerfristige,
feste Beziehung jedoch hat sich die Dreierbeziehung nicht bewährt.
Oft kommt es zwischen den Beteiligten schnell zu Eifersüchtelein,
die die Beziehung zerstören. Psychologen warnen Paare daher, diese "Spielart" in
der Hoffnung auf einen höheren sexuellen Lustgewinn zu praktizieren.
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tuntig
Das Adjektiv tuntig bedeutet ursprünglich, zimperlich, langweilig
und schulmeisterlich zu sein. Der Begriff wird meistens abwertend gebraucht.
Diese Degradierung bedeutet – meist unbewusst - auch eine Herabsetzung
von Frauen, weil auf tuntige Männer die Eigenschaften übertragen
werden, die Frauen in den klassischen Geschlechterrollen zugewiesen werden.
Männern fällt es in der Regel sehr schwer, sich mit ihrer weichen
Seite - die sie ebenfalls in sich tragen – auseinanderzusetzen. Einige
schwule Männer verhalten sich dagegen sehr fraulich. Diese eher feminine
Männer befinden sich im Einklang mit dem weiblichen Teil ihres ich’s – und
identifizieren sich in bestimmten Fällen selbst als „Tunte“.
Teilweise wollen sie gerade – ob bewusst oder unbewusst - durch ihr
damenhaftes, exaltiertes oder affektiertes Verhalten auffallen. Andere
Schwule würden gern ihr tuntiges Gehabe reduzieren, weil es ihnen
peinlich ist, doch sie sind dazu nicht in der Lage. Bestimmte Schwule lehnen
tuntiges Verhalten kategorisch ab und geben sich im Gegensatz dazu betont
männlich. In vielen homosexuellen Kontaktanzeigen liest man, dass
Tunten als Partner nicht erwünscht sind. Die meisten Schwulen liegen
zwischen diesen beiden Extrem-Einstellungen. Homosexuelle erkennt man nicht
mit Sicherheit an ihrem Äußeren: Tuntige Männer können
sehr aktiv im Bett oder heterosexuell veranlagt sein. Im Englischen bezeichnet
man einen tuntigen Mann mit „fairy“.
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